
Das Motto für den 17. Ökumenischen Tag der Schöpfung 2026 lautet: “Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?” (Hiob 38,18). Das Motto für den Ökumenischen Tag der Schöpfung 2026 „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?“ – ruft als herausfordernde Frage in Erinnerung, dass die Schöpfung nicht dem Menschen gehört. Vielmehr sind wir Menschen Teil dieser Schöpfung und mit allem Leben zutiefst verbunden. Es mahnt zu Demut und Dankbarkeit angesichts der Vielfalt und Schönheit der Erde. Zugleich weist die Frage auf den Wert der Biodiversität und die für den Menschen kaum fassbare Resilienz der Schöpfung hin. So heißt es von Seiten der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), die das Motto festgelegt hat.
Für die Bewahrung der Schöpfung beten
Zum 17. Mal lädt die ACK ein, einen Schöpfungstag am ersten Freitag im September oder an einem anderen Tag im Rahmen der Schöpfungszeit konfessionsverbindend zu feiern. In diesem Zeitraum, vom 1. September bis 5. Oktober, rufen Kirchen unterschiedlicher Konfessionen weltweit dazu auf, für den Schutz und die Bewahrung der Schöpfung zu beten und einzutreten.

Materialien für Gemeinden und Ökumenegruppen
Für Gemeinden und Ökumenegruppen bietet die ACK auf ihrer Internetseite kostenlose Materialien an, die sie für Veranstaltungen vor Ort nutzen und individuell anpassen können. Zur Verfügung stehen ein ökumenischer Gottesdienstentwurf als Downloaddatei oder als bestellbare Printpublikation sowie das Motiv zum Motto als Plakat in verschiedenen Auflösungen. Zusätzlich finden sich auf der Webseite weitere Anregungen zur inhaltlichen und praktischen Umsetzung des Mottos wie Audio- und Bilddateien, sowie Gebete, Bibelstellen, Liedvorschläge und Meditationen.
Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Schöpfungszeit finden auch in Bereich Hilden, Haan und Erkrath statt. Hier geht es zur Veranstaltungsübersicht.

Wandkalender begleitet durch Wochen der Schöpfungszeit
Eine persönliche Begleitung durch die Wochen der Schöpfungszeit bietet ein Wandkalender des ökumenischen Prozesses „Umkehr zum Leben“. Das Nachhaltigkeits-Netzwerk bestehend aus rund 30 kirchlichen Trägern will die Idee der Schöpfungszeit stärken und weiterverbreiten. Unter dem Titel „Schöpfungszeit 2025“ bietet der großformatige Fotokalender Tag für Tag Anregungen und Ideen, Gedanken, Gebete und Geschichten. Als Extra können über QR-Codes zusätzliche Materialen zum Tagesthema wie etwa Videos, Musikstücke, weitere Bilder und Texte aufgerufen werden.
Der Wandkalender ist erschienen in der edition chrismon und kann u.a. im chrismonshop bestellt werden. Er ist einzeln für 12,90 Euro erhältlich, bei Bestellungen über 20 Stück greift ein Rabatt.
Die Initiative Schöpfungszeit geht auf den Ökumenischen Patriarchen Dimitrios I. zurück. Dieser hatte 1989 zu einem Tag des Gebets für die Schöpfung am 1. September, dem Beginn des orthodoxen Kirchenjahres, ausgerufen. Später wurde diese Zeit ausgeweitet und 2007 offiziell von der dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung der Kirchen als Schöpfungszeit ausgerufen. Sie endet mit dem 4. Oktober, dem Tag des Gedenkens an Franz von Assisi, der in der katholischen Tradition als Schutzpatron von Natur und Tieren gilt.
- Christoph Diefenbach
- Nachhaltigkeitsmanagement im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland
- 0211 4562 240
- christoph.diefenbach@ekir.de