Ideenbörse Energiesparen

 

Die aktuelle energiepolitische Situation fordert uns als Kirche heraus, sowohl für die Solidarität in unserer Gesellschaft einzustehen als auch selber mit den ökonomischen Folgen umzugehen. Gleichzeitig treten wir für die Bewahrung der Schöpfung und die Einhaltung der Klimaschutzziele ein.

Viele Kirchengemeinden sind sehr aktiv, denken voraus und wirken beispielgebend. Dazu gibt es viele Ideen. Wir möchten Sie einladen, Ihre Vorhaben und Erfahrungen hier zu teilen. So können wir gemeinsam wirksam werden.

Zusammen mit dem ökumenischen Netzwerk Energie und Kirche werden in den nächsten Wochen Handlungsempfehlungen zum „Verantwortungsbewussten Temperieren von Kirchen im Winter 2022/2023“ entwickeltdie wir Ihnen sobald wie möglich auf dieser Seite zur Verfügung stellen.

Melden Sie sich gerne für den 13. September 2022 zu einer Online-Veranstaltung zur Heizungsoptimierung an und lesen Sie unsere Tipps zum Heizen.

Hier können Sie über die Kommentarfunktion Ihre Ideen und Erfahrungen zur Reduzierung des Wärme- und Stromverbrauchs einstellen.

 

 

Beiträge zu “Ideenbörse Energiesparen

  1. Raumregelung über elektronische Thermostate
    Über eine SmartHomezentrale oder einen intelligenten Router lassen sich elektronische Heizkörperthermostatventile zentral oder dezentral über eine Raumansteuerung regeln,
    1. Alle Raumtemperaturen werden auf einen einheitlichen Ruhewert (Raum ist nicht benutzt) festgelegt.
    2. Die Sollraumtemperatur bei Benutzung wird zentral an jeden Raum vorgegeben.
    3. Die Raumtemperatur kann im Raum nicht verstellt werden.
    4. An einem lichtschalterähnlichen Taster kann durch einmaliges Tasten eine Anwesenheit signalisiert werden.
    5. Mit diesem Signal werden alle Thermostate im Raum auf die eingestellte Raumtemperatur für einen benutzten Raum hochgefahren. Jedoch nur für eine voreingestellte Zeit.
    6. Ist diese Zeit angelaufen (nach 1 oder 2 Stunden) gehen die Thermostate in den Ruhebetrieb.
    7. Nochmaliges Tasten startet den Vorgang wie in Punkt 4 beschrieben.
    8. Ideal ist für jeden Raum eine Raumtemperaturmessung an einer relevanten Stelle.
    9. Es kann jedoch auch jedes Heizkörperthermostat als Temperaturmessstelle benutzt werden.

    So wird eine Beheizung bei Nichtbenutzung und eine zu Hohe Raumtemperatur verhindert.
    Häufig sind festgelegte Zeitschaltprogramme für die Heizung nicht mit der wirklichen Benutzung synchronisiert.
    Das ganze lässt sich noch mit Fensterkontakten vervollständigen. Dabei werden bei geöffneten Fenster die Thermostate herunter gefahren.

    Anschaffung einer Zentralen smarten Zentrale
    Die Investition ist nicht groß.
    Thermostatventile kosten zwischen 30 und 50 Euro.
    Taster kosten ca. 40 Euro.
    Wandthermostate kosten ca. 90 Euro.
    Fensterkontakt zwischen 25 und 40 Euro.
    Zentale kann eine vorhandener geeigneter Router der Telekom oder eine Fritzbox sein.
    Es gibt auch Smarte Zentralen. Kosten ca. 250 bis 400 Euro.

    Bei den zu erwartenden gewaltigen Heizkostensteigerungen (bis zu dreifach) amortisiert sich diese Investition schnell.

  2. Weniger ein Tipp als die Bitte um sachdienliche Resonanz – liebe EKiR-Schwarmintelligenz, was sagt Ihr dazu:
    1. Das Kirchengebäude wird gar nicht mehr geheizt, höchstens um Frostschäden zu verhindern.
    2. Die Friedhofskapelle ebenso.
    3. Gottesdienste in diesen Gebäuden dauern 30-40 Minuten; die Menschen werden gebeten, sich warm anzuziehen.
    4. Die Veranstaltungen im Gemeindehaus werden auf wenige zusammenhängende Wochentage (z.B. Fr-So) konzentriert, an denen das Gemeindehaus beheizt wird. An denen anderen Tagen wird nur soviel geheizt, dass Frostschäden vermieden werden.
    5. Gottesdienste werden im Gemeindehaus gefeiert.
    6. Große Säle mit hohen Decken werden im Winter nicht genutzt oder nur für seltene Veranstaltungen (Seniorenadvent) beheizt.
    7. Zwei benachbarte Gemeindehäuser werden monatlich alternierend betrieben und nur eines von beiden beheizt.

    1. Zu den ersten beiden Vorschlägen gebe ich zu bedenken, dass die Kirchenorgeln ggf. durch zu niedrige Temperaturen beschädigt werden könnten (jedenfalls ist das mein Kenntnisstand). Bevor eine solche Maßnahme ergriffen wird, sollte ein Experte / Orgelsachverständiger beteiligt werden.

  3. Im Fall krisenhafter Situationen im kommenden Winter können die Hinweise von Christof Bleckmann notwendige Maßnahmen werden. Für Gebäude, die nur stundenweise genutzt werden, haben die Kolleg:innen in der Ev. Kirche von Berlin-Brandenburg-Schlesische-Oberlausitz (EKBO) schon seit geraumer Zeit ein Programm aufgelegt, das Menschen statt dem gesamten Gebäudevolumen Wärme verschafft.
    Unter https://www.ekbo.de/wir/umwelt-klimaschutz/themen-projekte/kirchenbankheizungen.html wird beschrieben, welche Lösungen mit elektrischen Infrarot-Heizungen möglich sind und welche Einsparungen erzielbar sind. Eine Liste mit Lieferfirmen von Unterbank-, Sitzkissen- und Plattenheizungen sowie Paravents und Heizteppichen ist auch enthalten.

  4. Hallo Herr Armonies,
    könnten Sie eine geeignete Lösung empfehlen, in der sich das geschilderte Szenario programmieren läßt? Gibt es schon Praxiserfahrungen?
    Vielen Dank

  5. Zwei weitere Gedanken:
    1. Sinnvolles Lüften: die meisten wissen, energiesparendes Lüften ist kurzes Stoßlüften. Dennoch sieht man auch im Winter unzählige Fenster in Büroräumen, Toiletten, Besprechungsräumen und Fluren in „Dauer-Kippstellung“. Hier sind sicherlich etliche Gespräche notwendig, um ein Umdenken zu erreichen.
    2. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, alle Stromverbraucher mal zu überprüfen: Sind alle Beleuchtungen umgestellt auf LED? Gibt es noch uneffiziente Kühlschränke in Betrieb? Hat die Heizungsanlage eine energieeffiziente Pumpe? Muss das WLAN auch nachts funken? Machen Bewegungsmelder für die Beleuchtung in manchen Räumen Sinn (dann wird das Ausschalten nicht mehr vergessen)? Welche Geräte schlucken im Standby unnötig Strom? …

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